Geplante Gasförderung der Firma Lauenhagengas in Schaumburg stoppen

……Pressemitteilung Umweltgruppe 08.Februar 2017……

Geplante Gasförderung der Firma Lauenhagengas in Schaumburg stoppen

  Die durch das Unternehmen Lauenhagengas geplante Gasförderung in Lüdersfeld darf nicht im genehmigt werden. Die Gasförderung aus einer unkonventionellen Gaslagerstätte birgt unkalkulierbare Risiken für Mensch und Natur .

 

Eine geplante Erdgasförderung steht ebenfalls dem Masterplan 100% Klimaschutz“ des Landkreises Schaumburg entgegen. Es wäre ein Schritt zurück, so der Landrat Jörg Farr in einem Gespräch mit der Umweltgruppe . Der „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ solle andere Ausrichtung der Energiegewinnung beinhalten. Wir sind mit dem Landrat einer Meinung, dass die Gasförderung klimapolitisch ein Schritt zurück wäre.

Ebenfalls sind wir der gleichen Meinung wie die der SPD in Schaumburg, die seit 2015 die Räume für zeitgemäße, umweltfreundliche Methoden zur Energiegewinnung zugestellt werden, so Meinhard Behrens von der Umweltgruppe Wiedensahl.
Meinhard Behrens führt weiter aus, dass die Gasförderung aus unkonventionellem Gasvorkommen im eindeutigen Widerspruch zu der Zielsetzung unsere Gesellschaft in Schaumburg liegt. Gasaufsuchung im Landkreis absolut abzulehnen. Der Flächenverbrauch zur prognostizierten Gasförderung ist wesentlich höher als bei der heutigen Gasförderung in Niedersachsen. Es gibt keine Notwendigkeit diese Vorkommen bis zum Ausstieg aus Kohlenwasserstoffen zu fördern. Die gesundheitsgefährdenden Einflüsse, im Zusammenhang mit konventioneller Gasförderung, sind in Niedersachsen seit einigen Jahren entbrannt. Ärzte, Bürger und Gesundheitsministerien diskutieren über erhöhte Krebsfälle rund um Gasförderstätten. Schaumburg ist einer der dicht besiedeltesten Landkreise in Niedersachsen. Es ist unverantwortlich in dieser Besiedlungsstruktur eine Gasförderung zu planen. Die Förderung in nur 500m Tiefe und im Umfeld von alten Kohleabbaugebieten werden die Haftungsfragen nicht eindeutig klären lassen. Die Versicherung der Bonität wird nicht zu eindeutigen Schadensregulierung führen. Die Betroffenen im Landkreis Schaumburg werden sich auf langwierige Rechtsstreitigkeiten einstellen müssen, mit offenem Ausgang. Das Austreten von Methan an die Oberfläche und Ausströmen von Gasen in alten Schachtanlagen durch Kluft Strukturen, werden sich bei einer Förderung nicht ausschließen lassen. Dieses Risiko lässt sich heute nicht beziffern. Das Unternehmen Lauenhagengas bzw. PVG hat keinerlei positive Referenzen für eine erfolgreiche Gasaufsuchung im Kohlenflöz nachzuweisen. Die einzige vergleichbare Bohrung der PVG wurde in Hamm durchgeführt. Die Analyse des Gasvorkommens in Hamm ergab, dass sich eine lukrative Förderung nicht ergebe. Die Stadtwerke haben sich in Hamm von dem Vorhaben und damit von PVG verabschiedet. Den Bürgern in Hamm hat dies Millionen Euro gekostet, so Maik Fahlbusch

von der Umweltgruppe
 

 

Der Verzicht auf eine Grundwassermonitoring zeigt in welcher Richtung die Firma seitens Umweltschutz handelt. Ohne Grundwassermonitoring werden die Anwohner und Landwirte im Ungewissen gelassen. Unabhängig von der Anzahl heute genutzter Brunnen muss ein Monitoring ein Selbstverständnis sein.

 

Generell werden Krankheitsbilder in der Zukunft immer wieder die Frage aufstellen, liegt es an den Gasförderstätten? Ähnlich wie in der heutigen schwach besiedelten Gasförderregionen wird dieser Punkt die Gesellschaft in Schaumburg weit mehr beschäftigen. Immobilien werden den Preis verlieren oder gänzlich unverkäuflich werden, Grundstücke für Investitionen werden mit einem zusätzlichen negativen Punkt bewertete bzw. wie in heutigen Gasförderregionen weniger getätigt. Fragen zum zukünftigen Förderbetrieb wird ausgewichen. Schlimmer noch, es wurde bekannt, dass die Firma den Aufsuchungsraum Richtung Norden und Osten erweitert.

Die Firma Lauenhagengas weicht Fragen zum wirtschaftlichen Förderbetrieb aus. Eine Firma die nicht weiß wie ein wirtschaftlicher Förderbetrieb aussieht, bzw. nicht sagen kann wie die Förderung nach Fund von förderfähigen Gas von statten gehen soll, ist nicht glaubwürdig.

 

Das Signale von der Politik an die Firmen sollten klar sein, die Schaumburger Gesellschaft wird sich keine Förderung von Gas vorstellen können. EXXON und Lauenhagengas muss klar gemacht werden, das Investitionen für die Aufsuchung und Förderung von Gas in Schaumburg kein Sinn hat. Aus klimapolitischen Positionierungen unserer Schaumburger Gesellschaft ist dieses nicht vereinbar.

Wir freuen uns, dass Firmen in Schaumburg investieren wollen, das Signal geht an Firmen die sich auf unsere Schaumburger Klimaschutz Kommitments einlassen.

 

Wir wollen unser dichtbesiedelte Region nicht unnötig mit Gesundheitsrisiken belegen, Zukunft für andere Generationen nicht unnötig aufs Spiel setzen, Lebensqualität verbessern und nicht verschlechtern, Grundstücks- und Immobilienpreise oder Investitionsbegehren nicht unnötig belasten.

 

Mit dieser klaren Botschaft sollten Firmen von Anfang an von unserer Politik konfrontiert werden.

Wir wünschen der Firma Lauenhagengas und EXXON viel Erfolg bei der Neuausrichtung Ihrer Geschäftsfelder. Für die beschlossene Transformation von Fossilen hin zu Erneuerbare Energien brauchen wir Firmen die innovativ an Systemen arbeiten um den Klima und Umweltschutz voranzutreiben. Mit diesen Projekten sind sie willkommen in unserer Schaumburger Gesellschaft.

 

Felder für innovative Lösungen, mit dem Know How dieser Firmen, sind als Beispiel die auszuarbeitenden Sanierungskonzepte für die Giftmülldeponie Münchehagen oder die Standortsuche für die Umlagerung der 12000 rostenden Fässer Atommüll in Leese im benachbarten Landkreis Nienburg.

 

Den gesellschaftlichen Konsens in Schaumburg umsetzen

Gasförderung in Schaumburg stoppen.

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