Schaumburg und Umland bleibt eine Widerstandsregion

Aktion war ein voller Erfolg. Zug ist nicht durch Schaumburg gefahren.

Bis kurz vor Wunstorf war nicht klar wo die Strecke des Castorzuges führt. Die Mahnwachen hatten in den späten Abendstunden zwischen 80-100 Zusagen. Die Mahnwachen auf den Brücken waren eingeteilt und die Stimmung war super.
Die Unterstützung kam aus den Umliegenden Regionen. Minden Lippe und aus dem gesamten Landkreisen Schaumburg und Nienburg kamen die Zusagen für die Mahnwachen. Am Bahnhof wurden die Fassatrappen auf die Mahnwachen aufgeteilt.
Als der Zug kurz vor Nienburg war und klar wurde, dass der Zug nicht die Route durch Schaumburg nimmt haben wir uns alle gefreut. Sicherlich wäre der Protest bei der Durchfahrt groß gewesen. Die Entschlossenheit der Demonstranten war bei der Einteilung der Mahnwachen groß.
Wir haben dann beschlossen die Aktion in Schaumburg zu beenden und einige Leute machten sich auf den Weg nach Hannover und Göttingen um den Protest dort zu unterstützen.

Umweltgruppe Wiedensahl

Castor Transport

Stunde X in Schaumburg Von Freitag 30.10.2020- Mittwoch 

Wir stellen uns Quer

Mahnwachen AngemeldetSobald die Strecke bestätigt ist und die Uhrzeit absehbar ist veröffentlichen wir die Daten.Ca 1 – 2 Stunden bevor der Zug kommt. Meldestruktur an der Streck ist vorhanden.
Die Mahnwachen sind beim Landkreis angezeigt worden.Die Mahnwachen werden dann von den einzelnen Gruppen besetzt. 
Stadthagen IndustriestrasseStadthagen BahnhofHobbensen Brücke
Tallensen Echtorf Brücke
Kirchhorsten Bahnhof Hautau SeiteNur zwei Haushalte pro Mahnwache 
Maske tragen  2m min Abstand 

ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant!

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.Für die breite Bevölkerung scheint der Atomausstieg 2022 beschlossene Sache zu sein. Ausstiegskonzepte beinhalten aber immer die Möglichkeit eines Ausstiegs vom Ausstieg. Die Anti-Atom-Bewegung fordert schon seit langem die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit.Doch sechs Atomreaktoren sind in Deutschland noch in Betrieb. Dazu kommen die Uranfabriken in Lingen und Gronau, die unbefristet weiter laufen sollen. Durch das gezielte Ausbremsen des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Stromnetze, kommt die Energiewende nur schleppend voran.Im Windschatten der Klimakatastrophe versuchen die Befürworter*innen der mörderischen Atomenergie nun wieder in die Offensive zu kommen. Industrie und Politik arbeiten auf eine Laufzeitverlängerung der noch laufenden AKW hin – über die vorgesehenen Stilllegungsdaten hinaus. Auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs im Dezember 2019 wurde die Atomenergie als Beitrag zur Klimaneutralität ausdrücklich genannt.Aber die Atomenergie ist mit all ihren Gefahren für Mensch und Umwelt – vom Abbau des Urans über den Betrieb der Reaktoren bis zur nicht geklärten Atommüllproblematik – kein Beitrag zur Lösung der Klimakrise. Wie längst totgeglaubte Zombies taucht die Atomenergie nun aber wieder in der öffentlichen Diskussion auf.

„ …da bahnt sich was an!“

Geplante CASTOR-Transporte aus Sellafield und La Hague:Sellafield – Biblis: Anfang November 2020
La Hague – Philippsburg 2021?Sellafield – Isar 2023 / 2024Sellafield – Brokdorf 2023 / 2024

Bis zum Corona-Lockdown war der erste Castor-Transport im März / April 2020 per Schiff und dann per Zug von Sellafield (UK) ins Zwischenlager beim Atomkraftwerk Biblis geplant. Am 15. September wurde der sofortige Vollzug der Genehmigung durch das BASE abgenickt. Der genauer Zeitpunkt für den Transport wird vermutlich erst wenige Tage vorher feststehen, wir werden uns dem Transport aber trotzdem mit unserem Protest gegen sinnlose Atommüll-Verschiebungen und drohende Laufzeitverlängerungen von AKW entgegenstellen.Unser Protest wird bunt und vielfältig sein und verschiedene Formen haben. Es wird eine angemeldete Mahnwache für alle in Biblis geben. Auf dem deutschen Teil der Transportstrecke wird es neben weiteren Mahnwachen oder Kundgebungen Kleingruppenaktionen und anschlussfähige gemeinschaftliche Aktionen mit vielen Aktivist*innen aus der Antiatom- und Klimabewegung geben. Wir organisieren uns in Bezugsgruppen und es wird in den Tagen vor dem Transport einen gemeinsamen Anlaufpunkt geben.Bei der Vielfältigkeit der Aktionen achten wir darauf, dass wir uns gegenseitig nicht gefährden und verschiedene Aktionsformen nebeneinander möglich sind. Auf Grund der Kurzfristigkeit müsst ihr euch stärker als sonst vorbereiten, flexibel und mobil sein. Wer kann, bildet schon im Vorhinein Fahrgemeinschaften.Wir rufen Menschen aus der Antiatom- und Klimabewegung auf, Teil der Proteste rund um den Castor-Transport zu sein. Überlegt euch, welche Aktionsform für euch in Frage kommt und organisiert euch in Bezugsgruppen. Auch wenn ihr nicht zu den Protesten kommen könnt, nutzt den bevorstehenden Transport um auf die Gefahren der Atomkraft hinzuweisen und klar zu machen, dass Klimaschutz und Atomkraft nicht zusammengehen.

Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!

Protestaktion am Kohlekraftwerk Lahde

 

Eisbären beteiligen sich an der Hafenblockade des Kraftwerks Lahde
Im Rahmen der Klimaaktionswoche blockierten Umweltaktivisten mit der Unterstützung von Eisbären den Hafen des Kraftwerks Heyden in Lahde.
Auf einer Eisscholle ließen sich die Eisbären auf dem Kanal treiben. Umweltaktivisten unterstützen die Blockade mit Schlauchbooten und Kanus und Kajaks. Die Forderung ist:
Abschaltung des Kohlekraftwerks Heyden bis 2020.
Die Klimakrise ist da: Die Bäume vor unserer Haustür vertrocknen, Grönland schmilzt, Menschen auf der ganzen Welt leiden unter mörderischen Temperaturen und Trinkwassermangel. Es steht auf dem Spiel, ob wir zukünftigen Generationen einen bewohnbaren Planeten hinterlassen.
Das Kraftwerk Heyden muss schnellstens vom Netz. Das Kraftwerk ist nicht kompatibel mit dem schnellen Ausbau der regenerativen Energien. Gutachten belegen die notwendige Abschaltung.
Die Umweltgruppe Wiedensahl verstärkt die Aktionen am Kraftwerk in Lahde.
Nachtwanderungen, Führungen und Beameraktionen haben die letzten Wochen geprägt.
Die Eisbären werden nun zum Widerstandsymbol gegen das Kraftwerk Heyden.
Als nächstes werden kreative Aktionen ums Kraftwerk und auf dem Kanal Folgen. Die vorgelagerte Insel auf dem Kanal soll zum symbolisch schmelzenden Eisberg umgewandelt werden. Vorbereitungen laufen bereits.
Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Eisbären infolge der Erderwärmung und das immer frühere Abschmelzen des Packeises weniger Robben jagen und erheblich an Gewicht verlieren, bis hin zum Verhungern

Protestaktion am Kohlekraftwerk Lahde

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Umweltgruppe Wiedensahl und Infoladen Bückeburg beteiligen sich

an der Aktionswoche zum Ergebnis der Kohlekommission .

 

Textquelle: https://www.ende-gelaende.org/de/news/aufruf-zur-aktionswoche/

Schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel, Artensterben, stärkere und häufigere Wetterextreme – dies sind nur einige der vielen Folgen des Klimawandels. Besonders hart trifft es diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben: schon jetzt verlieren Menschen im Globalen Süden wegen der Klimakrise ihr Zuhause. Die Klimakrise verschärft die bestehenden Ungerechtigkeiten weltweit. Mit solchen Zukunftsaussichten sollte es selbstverständlich sein, die Auswirkungen des Klimawandels auf ein Minimum zu begrenzen. Doch die Realität in der Politik sieht anders aus: Dort beschlossene Klimaschutz-Maßnahmen sind nicht mehr als Augenwischerei.

So auch die sogenannte „Kohlekommission“. Eigentlich sollte sie laut der Bundesregierung einen Vorschlag zum Kohleausstieg erarbeiten und ein Enddatum festlegen, um die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu garantieren. Von diesen Zielen ist mittlerweile allerdings keine Rede mehr. Es zeichnet sich ab, dass Energiekonzerne ihre Interessen durchsetzen können, und dass die Abschaltung von Kohlekraftwerken erst weit nach 2020 beginnen soll – und selbst das mit hohen Entschädigungen und nur im Einverständnis mit den Konzernen. Ein solches Ergebnis würde bedeuten, dass einzelne Kraftwerke noch über Jahrzehnte aktiv bleiben würden. Damit werden die Interessen von Konzernen vor den Schutz des Planeten gestellt.

Trotzdem wird versucht werden, das Ergebnis der Kohlekommission als „Konsens“ darzustellen, welches die gesellschaftliche Auseinandersetzung um Kohle beenden soll. Dem stellen wir uns entgegen: der Konflikt wird weiter gehen, denn das Ergebnis ist kein Konsens. Es wird in keinster Weise ausreichen, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Darum akzeptieren wir es auch nicht. Wir fordern den Kohleausstieg jetzt!

Darum rufen wir dazu auf, euren Widerstand auf die Straße zu tragen. Zeigt, dass ihr nicht damit einverstanden seid, dass die Zukunft des Planeten verspielt wird. Vom 01.02 bis zum 10.02. werden in ganz Deutschland Proteste gegen das Ergebnis der Kohlekommission stattfinden. Zum Auftakt werden wir zunächst am Freitag, den 01.02. in Berlin am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie starten. Dort, am Tagungsort der Kohlekommission, wollen wir zeigen, dass der Konflikt um die Kohle noch nicht befriedet ist. Danach werden Aktionen in Leipzig, Hamburg, München und Köln starten, gefolgt von einer dezentralen Aktionswoche im gesamten Bundesgebiet. Macht mit, informiert euch bei euren lokalen Klimagruppen über deren Vorhaben oder organisiert eure eigenen Aktionen. Beteiligt euch, und zeigt, dass die Zukunft des Klimas nicht durch einige wenige bestimmt wird, sondern durch uns alle!

Ende Gelände und weitere Klimagerechtigkeitsgruppen

Uranzug nahe Gronau blockiert

Blockade_Urantransport_Gronau-WEB-1[1]Uranzug nahe Gronau blockiert

Gegen 17:45 Uhr haben sich Antiatomaktivist_innen auf der Zugstrecke Münster-Gronau an zwei Betonblöcken im Gleisbett festgekettet. Zwei Aktivist_innen haben sich vor einem mit Uranhexafluorid beladenen Güterzug, zwei dahinter, angekettet. Der Zug kann so auch über keinen anderen Weg in die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco im westfälischen Gronau einfahren.

Die Antiatomaktivist_innen protestieren mit der Blockadeaktion gegen die Atomindustrie: „Die Urananreicherungsanlage besitzt eine unbefristete Betriebsgenehmigung und ist vom sogenannten Atomausstieg ausgeschlossen. Wir wollen hier die menschen- und umweltverachtende Uranverarbeitung unterbrechen“ so eine der angeketteten Personen. Die Atomanlage versorgt 1/10 des Weltmarktes mit angereichertem Uran. Damit stellt die Anlage in Gronau einen elementar wichtigen Zuliefervertrieb für AKW weltweit dar.

Bei Uranhexafluorid handelt es sich um einen radioaktiven Stoff, welcher zusätzlich zur Strahlung weitere Gefahren birgt. Bei der Freisetzung von UF6 reagiert dieses mit dem Wasser aus der Luft zu Stoffen (u.a. Flusssäure), die schon in geringen Konzentrationen zu Nierenschäden, starken Verätzungen und Tod im Umkreis von bis zu 2km führen können.

Das Geschäft rund um die Atomindustrie ist ein globales Unterfangen. Das Uranhexafluorid (UF6) hat einen nicht unbeachtlichen Transportweg hinter sich. Nach Abbau des radioaktiven Urans in Kanada, den USA und Kasachstan wurde es in diesem Fall nach Port Hope (Kanada) gebracht, um in der dortigen Konversionsanlage in UF6 umgewandelt zu werden. Danach wird es nach Gronau transportiert, dort angereichert, um dann in einer anderen Anlage zu Brennelementen weiterverarbeitet zu werden. Erst danach werden die Brennelemente in die AKW geliefert.

Die Atomindustrie ist grob verantwortungslos. Abgesehen von dem hier beschriebenen Weg gibt es zahlreiche weitere Abbauländer für Uran. Viele davon befinden sich bewusst in Ländern in denen kein Geld für Arbeits- und Umweltschutz ausgegeben wird, geschweige denn internationales Interesse an der Wahrung solcher Rechte bestünde. Dass viele der Produktionsschritte nicht in Deutschland stattfinden, ist also kein Zufall. Die hiesige Atomindustrie profitiert von der Ausbeutung in den sogenannten Randländern des Weltwirtschaftsmarktes.

Bei der Anreicherung fällt zudem eine Menge abgereichertes Uran an. Auch dieses ist noch schwach radioaktiv und als Schwermetall giftig. Zur Zeit bleibt ein Teil in Gronau und lagert dort unter freiem Himmel, ein anderer Teil wird per Bahn nach Frankreich transportiert, um dort in Uranoxid umgewandelt zu werden. Danach soll es zurück nach Gronau, um dort langfristig gelagert zu werden. Die Urananreicherungsanlage wird so selbst auch zu einem Atommülllager. „Das ist gefährlich und nicht zu verantworten. Deswegen gehen wir entschlossen gegen diese Anlage vor“, erklärt eine der Aktivist_Innen.

„Die Produktion von Atomstrom muss jetzt eingestellt werden. Der Prozess ist nicht ohne massive Zerstörung von Lebensräumen, erhebliche Unfallgefahren und unfassbare Mengen hochgefährlichen und unendlich lang strahlenden Abfalls möglich; wie auch bei jedem anderen profitorientierten, industriellen Prozess wird Zerstörung als Kollateralschaden nicht nur hingenommen, sondern als unabdingbar dargestellt und durchgesetzt. Wir werden uns solange gegen Atomenergie zur Wehr setzten, bis die letzte Atomanlage stillgelegt ist.“ erklärt eine der angeketteten Personen.

Die Atomindustrie spiegelt unsere kaputt-kapitalisierte Welt wider. Es wird auf Biegen und Brechen an einem offensichtlich gescheiterten System festgehalten, was Umwelt und Menschen gleichermaßen gefährdet. Wir wissen nicht, wohin mit dem Müll, wir ignorieren die bekannten Gefahren und wir scheißen darauf, dass wir der Welt einen Haufen strahlenden Abfalls hinterlassen.

Nicht vor und nicht zurück – stilllegen! Jetzt!

Weitere Informationen und direkten Kontakt zu den angeketteten Menschen unter:

www.urantransport.de

Pressekontakte:
E-Mail: kontakt@urantransport.de und urantransporte@nirgenwo.info

Blockade 1: Zwischen Bahnhof Metelen Land und Bahnhof Steinfurt-Burgsteinfurt, in der Metelener Heide direkt am See:

0151 471 736 27

Blockade 2: Zwischen Bahnhof Gronau und Bahnhof Ochtrup. Von Ochtrup Richtung Gronau auf der Ochtruper Straße fahrend hinter dem Goorbach, vor der Urananreicherungsanlage:

0151 478 251 42

Empörung auch vom BBU über Genehmigung zur Gasförderung in Schaumburg

Die BBU kritisiert Niedersachsens Einstieg in die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten

Bonn/Hannover/Lüdersfeld. Mit Empörung hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) auf die erteilte Bohrgenehmigung für die Firma Lauenhagengas reagiert. Geplant ist die Förderung der Kohflözgasvorkommen im niedersächsischen Lüdersfeld. Hatte die niedersächsische Landesregierung bislang eine kritische Haltung zur Gasförderung in unkonventionellen Lagerstätten an den Tag gelegt, zeigt sich jetzt, dass sie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bei Bohrgenehmigungen problemlos gewähren lässt. Davon profitieren die Gasförderunternehmen, während Mensch und Natur das Nachsehen haben. Der BBU fordert die Landesregierung auf, dem ein Ende zu bereiten. In der Fracking-Diskussion hatte die Landesregierung versucht, Tight-Gas-Reservoirs zu konventionellen Lagerstätten zu erklären und damit einem Fracking-Verbot in diesen Gesteinsschichten zu entgehen. Doch diese Argumentation greift hier nicht: Bei den Kohleflözgasvorkommen handelt es sich eindeutig um unkonventionelle Lagerstätten, deren Erkundung und Ausbeutung sich verbieten sollte. Doch auch hier gibt Niedersachsen nun den Startschuss. Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Erfahrungen damit sind in Deutschland praktisch nicht vorhanden. Dennoch wird leichtfertig ohne jede Umweltverträglichkeitsprüfung oder Öffentlichkeitsbeteiligung die Genehmigung erteilt. Die Region Schaumburg wird so zum Freilandexperiment. Dabei ist gerade dieser Standort denkbar ungeeignet. Die geringe Tiefenlage bietet kaum eine Überdeckung. Der Standort ist vom früheren Kohlebergbau zerrüttet und schon heute lassen sich Methanausgasungen aus dem Untergrund beobachten.“ Offenbar wiederholt das Land die Fehler, die schon zur verborgenen Etablierung des Frackings führten. Anstatt die Folgen einer Technik vorab zu ermitteln und zu bewerten, wird ohne Hemmungen losgebohrt. Damit werden Fakten und künftige Standards geschaffen, die sich kaum noch korrigieren lassen. Es stellt sich auch die Frage, wer für mögliche Schäden dieser Gasförderung aufkommt. Während das LBEG von einer umfassenden Beteiligung des Landkreises spricht, wurde diesem nach Informationen des BBU der Bohrbetriebsplan jedoch gar nicht vorgelegt. Zugleich ist dem BBU unverständlich, wie Wasserbehörde und Landrat auf dieser lückenhaften Basis ihr Einvernehmen erklären können, auf das sich das LBEG nun bezieht. Der BBU fordert daher die niedersächsische Landesregierung auf, das LBEG anzuweisen, die Bohrgenehmigung unverzüglich zurückzunehmen.